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Süßes aus der Plastik-Quetschflasche?

Irgendwie praktisch ist das ja schon, wenn Honig, Agavensirup, Zuckerrübensirup und Co. in einer Quetschflasche zu kaufen sind. Einfach und ohne zu kleckern lässt sich damit dosieren.

 

Aber so eine Quetschflasche besteht aus viel Plastik und kann nicht mehrfach verwendet werden.

 

Ganz anders sieht das beim Honig vom Imker aus. Er wird im Glas abgefüllt, das mehrfach benutzt werden kann, wenn man es dem Imker zurückbringt. Auf jeden Fall die nachhaltigere Verpackungsvariante. Auch vegane süße Aufstriche gibt es teilweise im Glas, leider aber nicht in der Mehrwegvariante.

Egal welche süße Variante aus dem Glas dir zu viel Kleckerei verursacht, ein "Honigspender" ist auf jedenfall eine gute Idee. Bestenfalls, wie in der Variante auf dem Bild, aus Glas und Edelstahl. Einfach den Honig oder Sirup umfüllen und schon lässt er sich tropffrei dosieren. Und es gibt auch spezielle Holzlöffel für süße Auftriche, die praktisch sind.

 


Aber nicht nur wegen dem Mehrwegglas ist es empfehlenswerter Honig regional zu kaufen - am besten vom Imker im Ort. 

 

Es gibt große Unterschiede bei der Qualität des Honigs. Das Herkunftsland des Honigs ist auf den Etiketten klar deklariert. "Honig aus Deutschland ist klar als solcher gekennzeichnet. Meist finden sich auf den Etiketten aber Informationen wie "Honig aus EU- und Nicht-EU-Ländern". Dabei handelt es sich um einen sogenannten Mischhonig - große Honigchargen aus verschiedensten Herkunftsländern werden miteinander vermischt." … "Der Honig in unseren Supermärkten stammt oft aus Südamerika, China und zum Beispiel Kanada. Das sind die Hauptimportländer."(*1)

 

Zudem darf man nicht vergessen, dass auch Bienenzucht "Tierhaltung" ist. Kleine Imker behandeln ihren Bienenbestand individuell, kümmern sich besser um die Bienen, "stehlen" ihnen nicht den ganzen Honig und versuchen möglichst wenig Bienen zu töten, wenn sie den Honig entnehmen. Auch kommt bei kleinen Imkern weniger Antibiotika zum Einsatz. "In diesem Bereich der Tierhaltung gibt es durchaus große Unterschiede zwischen deutschem Honig und Honig aus dem Ausland sowie konventionell oder ökologisch erzeugtem Honig." (*2)

 

Wenn Du Dich für den Unterschied zwischen konventionell und ökologisch erzeugtem Honig interessiert, findest Du hier eine nähere Beschreibung:  https://www.stadtbienen.org/wissen/imkerwissen/oekologisch-imkern/ 


Wertschätzender Umgang mit Honig

Immer wenn wir Honig konsumieren, sollten wir uns dem Wert des Honigs bewusst sein und ihn entsprechend genießen. Mein Honig kommt von "Kleebrig" in Frankfurt, ein Mitglied bei den "BeeFriends".

 

Und nicht immer muss es Honig sein. Es gibt ein reichhaltiges Angebot an veganen, süßenden Lebensmitteln wie Agaven-, Apfel- oder Birnendicksaft, Ahorn-, Reis-, Dattel- oder Zuckerrübensirup. Auch getrocknete Früchte, sehr fein püriert, stellen eine gute Alternative dar oder du probierst mal selbstgemachten Löwenzahn-„Honig“ aus frischen Löwenzahnblüten herzustellen.

Nachhaltiger ist es immer, wenn Produkte regional hergestellt werden. Lange Transportstrecken mit Schiff und Flugzeug belasten unsere Umwelt. 


Hier schreibt für euch Petra Kress. Ich bin die Ideengeberin und der kreative Kopf von Plastik sparen.

Für mich sind gesunde Ernährung und der nachhaltige Umgang mit Natur und Umwelt, wichtige Säulen in meinem Leben. Ich möchte für meine Kinder eine Welt hinterlassen, die lebenswert ist.  Viel zu lange habe ich gezögert mich für Veränderung einzusetzen. Mit Plastik sparen möchte ich ab sofort einen Beitrag dazu leisten, dass mehr Menschen - viel mehr Menschen - Plastik im Alltag einsparen.

 

Ich lebe in Frankfurt und arbeite dort als Grafikdesignerin in meinem eigenen Büro, www.petrakress-grafikdesign.de


Quellen:

(*1) https://www.stern.de/gesundheit/amerikanische-faulbrut--muessen-honigglaeser-ausgespuelt-werden--bevor-sie-im-altglas-landen--7605678.html

(*2) https://www.peta.de/honig


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