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Brot einkaufen - gesund, nachhaltig, plastikfrei

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Copyright: Plastik sparen, Petra Kress

Wie kaufst Du Dein Brot ein?
- beim Discounter in Plastikverpackung?
- beim Bäcker, der Brötchen aufbackt?

- im Supermarkt?
- oder bei einem Bäcker, der seine Backwaren direkt aus der Bäckerei bekommt?

 

Fragst Du Dich nun, warum das einen Unterschied macht? Einfach das kaufen, was schmeckt, das reicht doch?

Oder machst Du Dir Gedanken über die Lebensmittel, die Du einkaufst?

 

Mit dem Einkauf von Brot und Brötchen kannst Du etwas für Deine Gesundheit und das Klima tun.

 


 Wie das geht? Hier ein kurzer Überblick:

 

1) Brot und Brötchen vom Discounter, verpackt in Plastik

Die Backwaren werden irgendwo in Deutschland gebacken, in Plastik verpackt und dann viele Kilometer weit gefahren um im Discounter anzukommen. Die Backwaren sind lange haltbar, das liegt aber nicht nur an der Plastikverpackung, sondern auch daran, dass Konservierungsmittel im Brotteig enthalten sind. Außerdem werden neben Weizenmehl oft auch Sojamehl und andere verarbeitet. Vollkornteige erhalten oft eine braune Färbung mit Malz, damit sie mehr nach Vollkorn aussehen.

 

gesund: naja, nachhaltig: nein (lange Anlieferung), plastikfrei: nein


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Copyright: Plastiksparen, Petra Kress

2) Aufgebackene Brötchen vom Bäcker oder Supermarkt

 

Die Backstationen gibt es inzwischen überall. Ist ja auch toll, wenn es den ganzen Tag frische Backwaren gibt. Immer warm aus dem Ofen. Aber wie kommen die Teiglinge zur Backstation? Die Teiglinge werden irgendwo in Deutschland (?) gebacken und dann eingefroren und in große Plastiktüten verpackt. An der Backstation werden die Teiglinge aus der Plastikverpackung genommen und kommen in die Öfen. Die Verpackung landet im Müll. Mehrwegnutzung Fehlanzeige.


Die Teiglinge sind teilweise roh, teilweise vorgebacken.  Über die Inhaltsstoffe kann man sich vor Ort natürlich informieren. Da gibt es große Unterschiede.

Um die Brötchen mit zu nehmen kommen Sie natürlich in eine Tüte, aus Papier oder Papier mit Plastik.

 

Wenn Du aber Deinen Brot- und Brötchenbeutel mitbringst, kannst Du diese Tüte auf jedenfall schon mal einsparen.

Brotbeutel kannst Du Dir selber nähen, oder aber kaufen oder bestellen. Mein superschöner Brotbeutel ist übrigens von www.bunte-regelwerke.de.

 

Das ist nur eine Tüte? Warum der Aufwand? 

Wenn Du jede Woche einmal Brot oder Brötchen kaufst, sind das 52 Tüten pro Jahr, die unsere Ressourcen belasten und den Müllberg vergrößern.

 

Auch im Supermarkt, bei Selbstbedienung, ist es erlaubt die Waren in einen eigenen Beutel zu legen!!!

 

Aufgebackene Brötchen, mein Fazit:

gesund: unterschiedlich, nachhaltig: nein (lange Anlieferung), plastikfrei: nein


3) Brot kaufen bei einem Bäcker, der keine Teiglinge aufbackt, sondern die Backwaren frisch angeliefert bekommt.

Dies erkennst Du ganz leicht daran, dass es keine Aufbacköfen gibt und öfter mal von der Anlieferung große Kisten in der Bäckerei stehen. Manche haben die Backstube auch direkt an den Verkaufsraum angeschlossen.

 

Die Anlieferung der frischen Backwaren erfolgt über kurze Strecken, z. B. von der Backstube außerhalb der Stadt zu den Filialen.

In guten Bäckereien haben die Backwaren länger Zeit zu "gehen", dadurch sind sie besser verträglich.

Auch hier kannst Du die Brottüten sparen, wenn Du Deinen eigenen Brotbeutel mitbringst.

 

gesund: besser als die Fertigprodukte, nachhaltig: ja, plastikfrei: ja

 

Mein Fazit: Allein beim Brotkauf können wir schon ganz viel für unsere Gesundheit und das Klima tun. Kurze Auslieferung, kein Plastik, gute Mehlqualität und wir unterstützen das Handwerk vor Ort. 

Und natürlich der eigene Brotbeutel hilft viel an Verpackung einzusparen. Die Verkäuferin legt Dir Brot und Brötchen gerne in den mitgebrachten Beutel. Probiere es einfach aus.

 

Plastik sparen ist einfacher, als Du denkst. Mach' mit.

 

Plastikfreie Grüße, Deine Petra


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Kommentare: 1
  • #1

    Marion Sojka (Dienstag, 10 September 2019 11:54)

    Jedes Mal ärgert es mich, wenn ich bei unserem Dorfbäcker (ist er wirklich noch, backt nur 1x tägl. Brötchen und der Korb steht im Verkaufsraum) nur auf meine Bitte das Brot in einer Papiertüte verpackt bekomme. Abgesehen davon, daß ja überall verkündet wird, man solle Plastik einsparen, wird das Brot sofort so weich, was wir überhaupt nicht mögen, Pappbrot sozusagen. Ich finde es eine wirkliche Unsitte, das Brot in Plastikbeuteln zu verpacken.
    Mit freundlichem Gruß
    Marion Sojka