Black Friday: Warum wir bei Rabatten oft mehr verlieren als gewinnen
Alle Jahre wieder rollt der Black Friday über uns hinweg – begleitet von blinkenden Bannern, aggressiven Werbeslogans und „einmaligen“
Rabattcodes.
„Bei uns fangen die Feiertage schon heute an! Nur für Newsletter-Abonnenten! Mit dem Code 1234567 bekommen Sie schon jetzt die Black-Friday-Preise!“
Aha.
Man hat also die erste Wahl. Und danach kommen die anderen. Nur … wobei eigentlich? Eines sollten wir uns bewusst machen: Unternehmen handeln nicht aus Nächstenliebe. Sie existieren, um Gewinne zu erzielen. Je größer das Unternehmen, desto weniger steht der Mensch im Mittelpunkt.
Warum ist am Black Friday plötzlich alles so billig?
Damit wir diese „besonderen Einkaufserlebnisse“ bekommen – Schnäppchen, Rabattschlachten, 24-Stunden-Deals – muss das vorher irgendwo eingepreist werden. Und je mehr die Kundschaft Rabatte erwartet, desto stärker muss das passieren.
Wie funktioniert das?
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durch noch billigere Produktion
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durch günstigere Arbeitskräfte
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durch Materialeinsparungen, die die Qualität nach unten drücken
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durch massenhafte Überproduktion, die nach der Saison im Müll landet
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durch Umweltkosten, die einfach externalisiert werden
Denn eines ist sicher:
Niemand schenkt uns etwas.
Rabatte sind kein Geschenk – sie sind ein Geschäftsmodell.
Welche Probleme entstehen durch Black Friday & Co.?
Damit die Ware so billig angeboten werden kann, muss gespart werden – und zwar dort, wo es weh tut:
1. Schlechtere Qualität & kürzere Lebensdauer
Billigeres Material bedeutet: Das Produkt hält weniger lange.
Es landet schneller im Müll. Wir kaufen schneller neu.
Ein perfekter Kreislauf – allerdings nur für Umsätze.
2. Billiglohnarbeit & schlechte Arbeitsbedingungen
Um Produkte extrem günstig herzustellen, wird die Produktion dorthin verlagert, wo Löhne niedrig sind und Arbeitsrechte schwach.
Wir sparen beim Kauf – andere zahlen den Preis.
3. Mehr Kunststoff, weniger Natur
Naturmaterialien kosten mehr. Also wird ersetzt:
Holz durch Plastik. Baumwolle durch Polyester. Metall durch Verbundstoffe.
Die Herstellung: energieintensiv, oft giftig, häufig umweltschädlich.
4. Weniger Service & schlechtere Reparierbarkeit
Reklamation? Produktberatung? Reparatur?
Wenn alles möglichst billig produziert und verkauft werden soll, wird Kundenservice zum Kostenfaktor, der ebenfalls heruntergefahren wird.
Das ist der Preis des „Schnäppchens“.
Die Illusion des günstigen Kaufs
Wir denken: „Ich hab ein super Angebot erwischt!“
Aber langfristig zahlen wir drauf – mit:
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mehr Müll
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schlechterer Qualität
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Reparaturunfähigkeit
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Umweltbelastung
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und einem Konsumdruck, der uns abhängig macht
Wollen wir das wirklich?
Also … Du.
Willst du das?
Oder wollen wir nicht alle eine gerechtere, sauberere, lebenswertere Welt?
Eine Welt, in der Dinge länger halten. In der Menschen fair bezahlt werden. In der Produkte nicht nach Chemie stinken, sondern mit Verantwortung hergestellt werden.
Was wäre, wenn wir einfach nicht mehr mitmachen?
Was wäre, wenn wir:
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uns vom Druck der Rabattschlacht befreien
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wieder nur kaufen, was wir wirklich brauchen
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Qualität über Quantität stellen
-
regionale Unternehmen unterstützen
-
Reparatur statt Neukauf wählen
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und uns bewusst machen, dass „billig“ immer jemand bezahlt – nur eben nicht wir?
Lass es uns versuchen. Einfach so.
Es kann nichts passieren – außer, dass wir ein kleines bisschen freier werden. Und ein kleines bisschen nachhaltiger.
Black Friday? Nicht mit mir.
Hier schreibt für dich Petra Kress. Ich bin die Ideengeberin und der kreative Kopf von Plastik sparen.
Für mich sind gesunde Ernährung und der nachhaltige Umgang mit Natur und Umwelt, wichtige Säulen in meinem Leben. Ich möchte für meine Kinder eine Welt hinterlassen, die lebenswert ist. Viel zu lange habe ich gezögert mich für Veränderung einzusetzen. Mit Plastik sparen möchte ich ab sofort einen Beitrag dazu leisten, dass mehr Menschen - viel mehr Menschen - Plastik im Alltag einsparen.
Ich lebe in Frankfurt und arbeite dort als Grafikdesignerin in meinem eigenen Büro.
Seit 2021 bin ich auch Autorin.

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